Die beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen

Deutschland ist die Nummer eins

Warum in die Ferne Schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Diese Fragen stellen sich jedes Jahr vermutlich auch viele der Deutschen Bundesbürger. Demnach gingen ganze 27,6 Prozent der 69,6 Mio. durch Deutsche gebuchte Reisen mit einer Reisedauer von mindestens 5 Tagen in ihr Heimatland. Dies sagt zumindest die aktuelle Reisestatistik des Deutschen ReiseVerbandes (DRV) für das Jahr 2017. 72,4 Prozent der Deutschen hingegen bevorzugten einen Urlaub im Ausland. Dabei war 2017 wieder auch die Region rund um das Mittelmeer äußerst beliebt. Gefolgt wird das Mittelmeer von westeuropäischen Ländern mit 12,4 Prozent, Osteuropa mit 7,7 Prozent und Skandinavien mit 7,7 Prozent. Immerhin 8,4 Prozent der Deutschen zog es in die Ferne. Sie buchten eine Fernreise in weit entlegene Länder, wie beispielsweise Australien, den USA oder Länder in Asien.

Der Grund für dieses Ergebnis ist relativ einleuchtend. Die Deutschen haben erkannt, was ihre Heimat zu bieten hat. Auch in Deutschland kann man Wandern, Städte erkunden und das Meer besuchen. Dabei wird unkompliziert mit dem Auto, der Bahn oder dem Bus angereist. Dies bringt letztlich auch einen deutlichen Kostenvorteil im Vergleich zu Fernreisen mit sich. Zudem ist die Infrastruktur wesentlich besser ausgebaut, als in anderen Ländern. Dies fängt bereits bei dem Trinkwasser an. In vielen Urlaubsregionen wird Trinkwasser mit Chlor aufbereitet. In Deutschland hingegen bietet das Trinkwasser eine Qualität, die es kaum anderswo auf der Welt gibt. Viele Urlauber schätzen auch die deutschen Tugenden im Bereich des Service. Man weiß einfach was man für sein Geld bekommt. Weiter Pluspunkt: die Sprache. Man kann ohne Kommunikationsschwierigkeiten dem gegenüber mitteilen, was man möchte und was nicht.

 

Beliebte Innerdeutsche Ziele

Innerdeutsch waren besonders die Bundesländer Bayern bzw. Nordrhein-Westfalen, gefolgt von den Stadtstaaten Berlin und Hamburg gefragt. Während in Bayern die Alpen zum Wandern und Skifahren einladen, besticht das Bundesland Nordrhein-Westfalen nicht nur durch 5 UNESCO-Weltkulturerbestätten, sondern auch durch gefühlt unendliche Rad- und Wanderwege, Freizeitparks, Kurorte und Denkmäler. Der Kölner Dom ist dabei die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands. Berlin und Hamburg hingegen laden zu Städtereisen ein und bieten ihren Besuchern viele Sehenswürdigkeit und viel Kultur. Am wenigsten beliebt sind die Bundesländer Schleswig-Holstein und Hessen.

 

Besonders beliebte Länder

Der Tourismus in Spanien boomt, nicht zuletzt auch wegen der deutschen Urlauber. In der Statistik liegt Spanien unangefochten an Platz 1 der beliebtesten Auslandsreiseziele. Selbstverständlich dürfte eine Ursache der Massentourismus auf den Party-Inseln Mallorca und Ibiza sein. Urlauber schätzen das angenehme und überwiegend sonnige Klima, weiße Sandstrände und die mediterrane Küche. Unmittelbar gefolgt wird Spanien vom sonnigen Italien. Italien wird bewohnt von sehr offenen und freundlichen Menschen, bietet blaues Meer und leckeres Essen, sowie Städte mit einem großen kulturellen Angebot und einer langen Geschichte zur Erkundung einladen. Direkt nach Italien kommt die Türkei, die insbesondere durch ihre Süd- und Südwestküste viele Urlauber anzieht. Während der Türkei-Tourismus in den letzten Jahren, unter anderem durch die politische Situation und Anschläge, gelitten hat, steht nun ein Comeback an. Die Zahlen gehen nach oben. Weit abgeschlagen in der Statistik sind die Niederlande und Portugal. Das Interesse an diesen Ländern ist stark zurückgegangen.

 

Kreuzfahrten boomen

Während der reguläre Reiseurlaub beständig ist, boomen Kreuzfahrten. Seit Jahren gehen die Passagierzahlen deutlich nach oben. Während 2010 noch 1,7 Mio Kreuzfahrtpassagiere gezählt wurden, waren es 2017 bereit 2,7 Mio. Im Durchschnitt dauert eine Hochseekreuzfahrt rund 9 Tage, eine Flusskreuzfahrt rund 7 Tage.

Besonders beliebt sind Hochseekreuzfahrten in das Mittelmeer und das Nordmeer. Bei den Flusskreuzfahrten dominieren die Ziele Rhein und Donau.